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Seminar "Leben bis zum Schluss"

 „Wenn jemand während meiner Schicht sterben würde, ich wüsste echt nicht, was ich tun müsste. Vor so einer Situation habe ich große Angst.“

So oder ähnlich äußern sich viele Schüler und Schülerinnen, wenn sie über ihre Erfahrungen berichten, die sie während ihrer praktischen Ausbildung oder im Rahmen eines Praktikums in der Pflege gemacht haben.

Da aber Sterben und Tod in pflegerischen Berufen zum Alltag gehören, wurde mit den Schülern und Schülerinnen der Fachoberschule Gesundheit und Soziales und den  berufsqualifizierenden Berufsfachschulen  Pflegeassistenz und Persönliche Assistenz ein  Seminar zum Thema Sterbebegleitung durchgeführt.  Die Veranstaltung mit dem Thema „Leben bis zum Schluss“ sollte dazu beitragen, dass  die Schüler künftig  den oben beschriebenen  Berufssituationen besser gewachsen sind. Das zweitägige Seminar  fand u.a. im Alten Pfarrhaus in Mitling-Mark statt und nicht in den Räumen der Schule, weil erfahrungsgemäß ein so sensibles Thema effektiver bewältigt werden kann, wenn eine  ansprechende Atmosphäre abseits vom Alltag geschaffen wird.

Durchgeführt wurde das Seminar von Lehrkräften der Schule sowie der Krankenschwester Andrea Kalkmann, die während ihrer langjährigen  Tätigkeit im Hospizverein  Papenburg  viele sterbende Menschen begleitet hat. Frau Kalkmann verfügt außerdem über eine Palliativ-Care  Zusatzausbildung.Sterbeseminar

Zu Beginn des  Seminars setzten sich die Schüler  mit ihrer eigenen Vergänglichkeit und ihren persönlichen Erfahrungen zum  Thema Tod und Sterben auseinander.

Weitere Schwerpunkte  waren die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross sowie Rituale im Sterbeprozess  und die Symbolsprache Sterbender.

Zum Schluss des Seminars standen  die Tätigkeiten der hospizlichen  und palliativen Versorgung im Mittelpunkt.

„Jetzt wird mir vieles klarer und ich verstehe warum sich Frau B. kurz vor ihrem Tod so verhalten hat.“  So äußerte sich eine Schülerin in der Reflexion am Ende des Seminars.

 

Annegret Kleihauer

Christiane Kühmann